Küchenwelten
ENERGIESPAREN
Zugeschnitzt auf kühle Rechner
Aktuelle Hausgeräte haben den Dreh raus: Sie arbeiten eigenständig, präzise, leise – und sie sind sparsam. Sowohl die Dauerläufer Kühlgeräte als auch ihre heißen Partner haben ihre Ahnen längst überrundet und machen sich stark dafür, dass Euro um Euro auf die hohe Kante kommt.
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Energieeffizienz
Bewusstes Verbraucherverhalten. Das Eco-System. Ein Gasbrenner, der intern Strom und Warmwasser produziert. Im Zusammenspiel seien bis zu 50 % Energie- und bis zu 70 % Energiekosteneinsparung möglich. Foto: Bauknecht
Das Papier informiert über Hintergründe und Ziele der drei Herausforderungen Klimawandel, steigende Energiepreise sowie Energieversorgungssicherheit, nennt den Umsetzungsstand beschlossener Maßnahmen und stellt unter anderem auch die Frage, was das Programm den Bürgerinnen und Bürgern de facto bringt.
Aufgeführt ist in diesem Zusammenhang unter dem Stichwort „Produkte“ der Hinweis auf hocheffiziente Kühlschränke der Energieeffizienzklasse A++, die in der Anschaffung teurer seien, nach wenigen Jahren jedoch „zum Sparschwein“ würden. Die Markenhersteller von Hausgeräten widmen sichdem Energie-Thema bereits seit vielen Jahren. Und bereits 2004 wurden für Kühl- und Gefriergeräte die Energieeffizienzklassen A+ und A++ – die beiden Kategorien für Produkte, die besonders wenig Strom verbrauchen – offiziell eingeführt, weil die bis dahin allein existierende Kategorie A sozusagen überlastet war: Die Spanne innerhalb dieser Gerätegruppe mit niedrigem Stromverbrauch wurde durch den steigenden Anteil energie effizienter Geräte so groß, dass eine Differenzierung kaum noch möglich war. Die Zuordnung in eine der Energieeffizienzklassen ist für Haushaltsgroßgeräte, die „Weiße Ware“, Pflicht.
Abgesehen von den zusätzlichen Kategorien A+ und A++ bei Kühl- und Gefriergeräten reichen sie von A = niedrigster Verbrauch bis G = höchster Verbrauch. Die Kategorie und die jeweiligen konkreten Verbrauchswerte gehen aus dem EU-Label hervor, das den Geräten als Etikett aufgeklebt ist – eine prima Orientierungshilfe, um das Hausgeräte-Angebot für die Küchenfunktionen Kühlen/Gefrieren, Backen und Spülen, aber auch Geräte wie Waschmaschinen und Trockner zu vergleichen.
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Ressourcen schonen
Tipp: Von den fünf Backebenen kann auf bis zu drei Ebenen zeitgleich gearbeitet werden – das gilt es auszunutzen. Foto: Gorenje
Für die Markenhersteller sind Energieeffizienz und
Ressourcenschonung zentrale Themen.
Wir als Verbraucher profitieren davon, denn es wird mit Nachdruck an weiteren
Verbesserungen und neuen Konzepten gearbeitet. Liebherr zum
Beispiel, Technologieführer im Bereich Kühlen und Gefrieren,
hat Mitte 2008 ein Entwicklungszentrum eröffnet, um Innovationen noch stärker
vorantreiben zu können. Hier werden alle Geräte auf Herz und Nieren geprüft,
bevor sie auf den Markt kommen: Begleitet wird der gesamte Fertigungsprozess
jedes neuen Geräts bis hin zur
Serienreife.
Und es werden bei uns bereits eingeführte
Geräte für andere Klimate optimiert, sobald diese beispielsweise in Südeuropa auf den
Markt kommen sollen. Bei den Tests hierfür werden u.a. die dort
spezifischen Nutzungsgewohnheiten berücksichtigt – in heißerem Klima werden Kühlgeräte häufiger
geöffnet, der Energieverbrauch soll sich dabei jedoch nicht
erhöhen. Ob nun Produkte für Deutschland oder für
das Ausland (weiter-) entwickelt und getestet werden,
die Basis für Energieeffizienz sind: Die präzise elektronische Steuerung in
Verbindung mit optimierten Kältekomponenten.
Die Verwendung von hochdämmenden Isolationsmaterialien.
Der Einsatz von hocheffizienten Kompressoren.
Das Ergebnis der kontinuierlichen Verbesserung dieser Faktoren kann sich markenunabhängig sehen lassen:
Der Stromverbrauch einiger Kühlgeräte hat sich
im Vergleich zu alten Vorgängermodellen in den letzten zehn Jahren mehr als halbiert.
Und das ist ein
kaufentscheidendes Kriterium.
Ein komplexes Projekt als Antwort auf Umweltfragen
stellte der Hausgeräte-Hersteller Bauknecht mit dem
Konzept „Greenkitchen“ im vergangenen Jahr vor.
Hierbei bilden unter anderem
elf integrierte technische Module eine der Grundlagen für die Senkung
von Energieverbrauch und Kosten. Diese Module sind
verflochten, sie interagieren im so genannten „Eco-System“, in dem drei Kriterien ineinander
greifen: das Anpassen sowie das Reduzieren des Verbrauchs und
das Recyceln genutzter Energie bzw. von Wasser.
Ein Beispiel: Recyceltes Wasser, Filtersystem und Tank sind integriert, wird dem Geschirrspüler
zugeführt – jedoch nicht kalt. Denn die Abwärme, die der Kühlschrankkompressor produziert,
wird genutzt, um das Wasser im Tank zu erhitzen. Der Spülvorgang beginnt
energiesparend mit bereits vorgewärmtem Wasser.
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Immer voll beladen
Jeder Markenhersteller kann nachweisen, in welchem Maße sich die Verbrauchswerte seiner Hausgeräte verändert haben. An der Spitze liegen die Kältegeräte, bei denen der 24-Stunden-Dauerbetrieb den sparsamen Betrieb besonders einfordert. Backöfen und Spülmaschinen zeichnen sich ebenso durch reduzierte Verbrauchswerte aus.
„Immer voll beladen“ heißt der Grundsatz beim Spülen in der Maschine. Die Geräte-Kapazität gehört zu den Angaben, die auf dem EU-Label verzeichnet sind. Gemeint ist damit die Anzahl von Maßgedecken, für die es ausgelegt ist, zum Beispiel 14. Das ist eine genormte Menge von 162 Einzelteilen, die sich aus Tellern, Tassen und Besteck zusammensetzen.

„Hausgeräte machen den Löwenanteil des privaten Stromverbrauchs aus.
Es gibt weitere Einsparpotenziale: Der Austausch von Glühlampen gegen
Energiesparlampen. Der Verzicht auf Stand-by-Schaltungen,
sofern die betroffenen Gerätenicht nach jeder
Trennung vom Stromnetz neu programmiert
werden müssen. Das Absenken der Heizung um ca. 2°C und
richtiges Lüftungsverhalten.“






