Küchenwelten
FRONTEN & ARBEITSPLATTEN
Lichte Wohnlichkeit
Den einen schlägt kühle Sachlichkeit in der Küche aufs Gemüt. Zeitloses Weiß soll aber trotzdem Tongeber sein. Den anderen erdrückt das allzu heimelige Interieur. Wärme soll dennoch die Atmosphäre bestimmen. Und am schönsten wäre es, beides ginge gleichzeitig.Kein Problem: Jede gewünschte Anmutung ist machbar. Facettenreich und wertig, funktional und wohnlich.
-
Eine Frage des Stils
Foto: leicht
Welche Inhalte verbinden Sie mit „Wohnlichkeit“ oder mit „behaglichem Flair“? Dazu gibt es vermutlich genauso viele Meinungen, wie Sie Menschen befragen. Damit es klappt mit den „guten Gefühlen“ in der Küche, spielt selbstverständlich der persönliche Stil, der froh und glücklich stimmt und zu den eigenen Lebensumständen passt, eine wichtige Rolle. Ein Schulkind, das in einem sehr „erwachsen“ gestalteten Zimmer lebt, wird in diesem Raum nicht richtig wohlfühlen. Ein Kinderzimmer ist seiner Aufgaben-Vielfalt erst dann gewachsen, wenn sich das Kind in all seinen Facetten auch atmosphärisch bestätigt fühlt.
Moderne Küchen haben im Grunde identische Funktionen wie das Kinderzimmer – bis auf die Tatsache, dass in der Küche je nach Lebensumständen Menschen ganz unterschiedlichen Alters aktiv sind. Was also braucht’s neben guter Hausgerätetechnik, durchdachtem Stauraum und ergonomischer Planung zum Wohlfühlen? Denn der Gedanke, „endlich fertig, bloß raus hier“, darf gar nicht erst aufkommen.
-
Neue Räume erschließen
Gerne gekauft werden helle, sehr gerne weiße Küchenmöbel. „Wohnlichkeit“ lässt sich nur subjektiv definieren. Als Behauptung sei dennoch in den Raum gestellt, dass sich vor allem Dauerschnee-Gewohnte in reinem Weiß zu Hause fühlen, vor allem, wenn Kaltweiß die Atmosphäre diktiert. Nun, warme Weißtöne gibt es ebenfalls, und eingeführt werden mehr und mehr sanfte, der Natur entlehnte helle Farben, die alles Unterkühlte aus den Raumgestaltungen herausnehmen und sich wunderbar kombinieren lassen. Solche Kombinationen übrigens wurden von einigen Küchenmöbel-Herstellern aktuell als eigenständiges Design entwickelt: Die Fronten kommen in „Bicolor“ daher, vorwiegend werden Holzdekore als zweite Farbe eingesetzt.
Massivholz, Holzfurnier und Holzoptiken entwickelten sich in den vergangenen Jahren zu Trends im Küchendesign. Zu tun hat das mit einer zunehmenden Naturverbundenheit und Wertschätzung der Umwelt. Mit einer wieder erwachten Wohnkultur, die den Küchenraum ins Zentrum des Lebensgeschehens im Zuhause stellt.
Mit Naturholz zu leben bedeutet regelmäßige, liebevolle Pflege und einen tieferen Griff in die Geldbörse. Die kostengünstigere Variante sind Fronten in Holzoptik, die von Ahorn bis Walnuss das Original genial echt nachbilden. Ein warmes Weiß, Magnolie, eine helle Nuance aus den trendigen Erd- und Schlamm-Farbschattierungen und dazu ein Holzdekor oder eine zweite, warm leuchtende Unifarbe – ein solcher Raum wirkt licht, behaglich, frisch und gleichzeitig in sich ruhend, so dass sich Kindern wie Erwachsenen der Freiraum öffnet, den Raum mit Leben nach eigener Facon zu füllen. Vom Ausruhen bis zum Herumtoben.
Checkliste Möbelqualität
Küchenmöbel haben wie jedes Kastenmöbel die Aufgabe, Stauraum zu bieten, zusätzlich nehmen sie die Einbaugeräte auf. Die tägliche Beanspruchung ist immens, und auf Dauer glücklich macht nur eine einwandfrei gute Qualität. Doch wie erkennt man Qualität? Zehn Fragen, denen Sie nachgehen können:
- Wie strapazierfähig ist das Material?
- Wie stabil sind die Eckverbindungen?
- Sind bei Holzmöbeln die Rahmen verleimt oder mit stabilen Holzverbindungen gearbeitet?
- Sind Führungsschienen bündig eingelassen oder auf den Korpus geschraubt?
- Sind Metallbeschläge statt Kunststoffbeschlägen eingearbeitet?
- Wie leichtgängig werden Schubladen und Auszüge geführt?
- Sind Schubladen und Auszüge mit Selbsteinzug und Anschlagdämpfung ausgestattet?
- Lassen sich nach oben öffnende Hängeschranktüren arretieren und können sie während der Arbeit geöffnet bleiben?
- Welche Kilogramm-Belastungen halten Fachböden aus, damit sie nicht durchhängen?
- Verbergen sich hinter der Sockelblende höhenverstellbare Füße, um eventuelle Bodenunebenheiten auszugleichen?






