Küchenwelten
Impressionen
Innen bitte Extraklasse!
„Tolles Design“ – und gemeint ist der visuelle äußere Eindruck der Küchenmöbel beim ersten Anblick. Ein Kriterium für die Kaufentscheidung? Aber sicher. Jedoch nicht ausschließlich: Wirklich „gutes Design“ bekommen die Schränke erst dann attestiert, wenn sie auf lange Sicht ihre Nutzer glücklich machen. Und das ist letztlich Aufgabe der Beschlagstechnik.
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Eine "ganz normale" Küche
Die elektrische Öffnungsunterstützung „Servo-Drive“ lässt beide Hände frei, wenn Biomüll entsorgt oder schwere Kochgeschirre aufgeräumt werden sollen.
Foto: Blum
Wetten, dass heute bei diesem Begriff so gut wie niemand eine „ganz normale Küche“ im Kopf hat? Unwillkürlich entsteht das Bild einer streng geradlinig geformten (Hochglanz-) Küche, die Verwendung von sachlich-kühlen Materialien wie Glas, Naturstein, Edelstahl – „Design-Küche“ wird gedanklich reduziert auf einen spezifischen Wohnstil, den so genannten „Purismus“. Sobald das Wort Design verwendet wird, geht es jedoch um mehr als die Optik und damit verbundene Emotionen: Design ist Form und Funktion. Über die Form hinaus muss beste Funktion gewährleistet sein, und diese definiert sich maßgeblich über die Beschläge und die Innenausstattungen.
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Ergonomie vor dem Kauf ausprobieren
Foto: Grass
Foto: Alno
Was also sollten die Möbel können?
Jedes Design wird genutzt, um eine bestimmte Absicht zu realisieren.
Gutes Design macht es dem Nutzer leicht, so einfach wie möglich dieses Ziel zu erreichen.
Details hierzu sind beispielsweise Vollauszüge bei Unter- und Hochschränken.
Pflegeleichtigkeit der Inneneinteilungen.
An Oberschränken Klappenbeschläge statt
Türen, der Schrank kann während der Arbeit ohne Verletzungsgefahr für den Kopf geöffnet bleiben.
Zusatznutzen bringen Systeme, die man in jeder Position arretieren kann. Für Auszüge sowie
Vorratsschränke mit Drehtüren und Innenauszügen sind flexibel handhabbare Austattungs-Elemente
erhältlich: Es wird der vollkommene Überblick über alle Inhalte gewahrt.
Diese lassen sich ergonomisch günstig von oben entnehmen. Es lässt sich leicht ein individuelles,
zeitsparendes Ordnungssystem entwickeln, das detailliert die Zuordnung der Lebensmittel und
Werkzeuge nach den Arbeitszonen wie z.B. Spülen oder Kochen/Backen vorsieht. Idealerweise sind
die Einteilungen spülmaschinengeeignet.
Griffe und bei grifflosen Küchen Griffmulden oder -leisten müssen zu den Greifgewohnheiten
passen. Entsprechendes Ausprobieren vor dem Kauf ist zu empfehlen – sobald ein Griffknopf
nur mit zwei, drei Fingern betätigt werden kann, ist sein Design für den betreffenden Menschen
ungeeignet.
Für grifflose Küchen sowie Auszüge wurden mechanische und elektrische Bedienungen
entwickelt, die auf leichtes Antippen öffnen; vorteilhaft besonders für den Spülenunterschrank
mit dem Mülltrenn-System.

„Nicht jeder möchte Klappbeschläge für die Oberschränke einsetzen.
Bei Drehtüren werden heute meist Ganzmetallscharniere eingesetzt, die unter anderem
einen größeren Öffnungswinkel bis 120 Grad haben, ebenso erhältlich sind Weitwinkelscharniere,
die Türen bis zu 170 Grad öffnen. Vor allem auch empfehlenswert: Scharniere mit Schließautomatik,
die die Türen sanft und selbsttätig schließen.“






