Küchenwelten
KÜCHEN-STILE
Her mit dem Farbklecks
Farbe peppt den Alltag gründlich auf. Sie glänzt mit guter Stimmung, gibt sich sanft, lautstark, dominant, provozierend,elegant – ganz so, wie’s gefällt. Denn kombiniert werden kann nach Lust und Laune. Für die einen reicht ein Tupfer, um sich wohl zu fühlen, andere wollen Farbe satt – wie hätten Sie es gerne?
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Farbe für's Gemüt
Farben sind nicht nur Dekoration. Farben beeinflussen unbewusst auch die Psyche: Wer „Farbe ins Leben bringen“ möchte, spricht von dem Wunsch oder der Absicht, mehr Schönes zu unternehmen, sich Zeit zu gönnen für persönliche Interessen. Oder von dem trübsinnigen Gefühl, wenn Tage grau in grau beginnen, es draußen nieselt und bis zum Abend partout kein einziges Sonnenfleckchen am Himmel auszumachen ist. Das Grau, ob durchs Alltags-Einerlei oder durchs Wetter-Tief, ödet an und spiegelt sich in der seelischen Verfassung.
Sehnsüchtige Blicke aus dem Fenster helfen in solchen Fällen kein bisschen weiter. Sie können sich jedoch ohne besondere Mühe „Sonne“ fürs Gemüt herbeizaubern, wenn Sie keine Lust haben, sich die Stimmung verhageln zu lassen: Bringen Sie Farbe in Ihre Wohnung. Die Küche ist einer der ersten Orte, an dem Sie sich morgens länger aufhalten. Es tut gut, wenn der Blick beim Eintreten zuallererst auf einen Farbtupfer fällt – und gerne auf Gelb, die Sonnenfarbe.
Gelb nämlich hat die Fähigkeit, trübe Gedanken zu verscheuchen, stärkt die Nerven, spendet innerlich Kraft und fördert die Konzentration. Letzteres beherrscht auch Grün mit einem höheren Gelbanteil aus dem Effeff, es hilft außerdem dabei, die Balance zwischen Stärken und Schwächen auszugleichen. Ist der Blauanteil größer, gilt Grün als besänftigend, beruhigend, entspannend; eine Wohltat für Stressgeplagte, Hitzköpfe, Hektiker – und deren Familie. Orange hellt melancholische und depressive Stimmungen auf, baut auf und stärkt. Rot wirkt erotisch, macht Mut, hebt das Selbstvertrauen, regt den Appetit an...
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Erlaubt ist, was gefällt
Jeder Farbe aus der Farbenskala werden spezielle Wirkungen zugeordnet. Mit diesen farbpsychologischen Erkenntnissen arbeiten Raumgestalter und Modemacher ebenso wie Werbefachleute und Handelsunternehmen. Farbe bringt buchstäblich „Leben in die Bude“. Mehr davon würden sich auch manche Küchen-Besitzer wünschen – wäre da nicht die Sorge, man könne sich allzu schnell „satt sehen“ an einer Farbe. Was die Frage auf den Plan ruft, warum diese Sättigung bei beispielsweise Weiß nicht ganz genauso eintreffen sollte: Weiß ist die gängigste Küchenmöbelfarbe. Fakt ist, dass mit der Wahl zum Unauffälligen recht oft Bedauern einhergeht ... Und frei nach dem Motto „das wäre Ihr Preis gewesen“ ist es einfach nur schade, sich den Gewinn von Lebensfreude durch die Lappen gehen zu lassen. Also „her mit dem Farbklecks“. Das heißt auch, dass alle psychologischen Studien über Farben Makulatur sind, wenn die „richtigen“ schlicht und ergreifend nicht den eigenen Geschmack treffen. Sie selbst wissen am besten, welche Farbe Sie zum Lächeln bringt und Ihre gute Laune ankurbelt. Sie haben die Wahl.
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Farben setzen Akzente – in jeder Hinsicht
Im nächsten Schritt geht es um die Farbverteilung. Soll die komplette Küche in einer Farbe leuchten? Ganz in Rot zum Beispiel ist dann nicht empfehlenswert. Der Hingucker setzt die Nerven zu stark unter Strom; wunderbar geeignet ist Rot aber als anregende Akzentfarbe. Möchten Sie Farben kombinieren? Zwei, drei unterschiedlich intensive Nuancen einer Farbe kommen wie eine frohe Melodie daher, mal leiser, mal etwas lauter. Spannung entsteht, sobald kontrastierende Farben aufeinander treffen. Mit zurückhaltendem Touch, wenn eine einzige Farb-Linie, aus Oberschränken zum Beispiel, das Frontenbild betont. Mit plakativerem Ausdruck, wenn die gleiche Farbe erneut auftritt, zum Beispiel dominant mit einem Geräte-Einbauschrank, einem offenen Regal, einer Anrichte. Egal, wie Sie sich entscheiden: Farben setzen Akzente – nicht alleine als Dekoration. Sondern auch als Stimmungsmacher.

„Am Planungscomputer im Küchenstudio können die Gestaltungsvarianten mit unterschiedlich farbigen Fronten und ihr
Zusammenspiel mit den Arbeitsplatten hervorragend visualisiert werden. Als zweite Entscheidungshilfe empfiehlt es
sich, gemeinsam mit dem Küchenfachberater Material-Collagen zusammenzustellen. Das vertieft den optischen Eindruck,
zudem können die Muster unter mehreren Lichtbedingungen betrachtet werden. Farben leuchten je nach Lichteinfluss
immer wieder anders.“






