Küchenwelten
Perfekt Kochen
Spezialitäten selbst gemacht
Eigenhändig komponierte Chutneys, Konfitüren und Ketchups sind nicht „nur“ Vorräte. Alleine schon das Gläser zählen bringt Glückshormone zum Schwingen. Der Aufwand? Moderne Backöfen und Kochfelder helfen tüchtig mit. Sie bringen auch große Mengen fix zum Kochen, halten gradgenau die nötigen Temperaturen und lassen nichts anbrennen.
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Die Lust am Ausprobieren
Einladung zum Grillabend, und neben einer Reihe fertig gekaufter Grillsoßen steht eine Flasche, auf deren Etikett handschriftlich „Ketchup mit Ingwer“ vermerkt ist. Welche Soße probieren Sie zuerst? Ebenso selbstverständlich ist vermutlich der Griff zum „Erdbeeraufstrich mit Holunderblüten“, wenn alternativ eine „Erdbeerkonfitüre extra“ aus dem Supermarkt auf dem Tisch steht. Bei hausgemachten Spezialitäten ist es viel zu spannend, die Gewürze und Kräuter, das Zusammenspiel ungewöhnlicher Frucht- und Gemüse-Kombinationen zu erschmecken, als dass man die Eigen-Marke links liegen ließe.
Diese Lust am Ausprobieren ist auch Motivation für die Produzenten selbst. Aber es spielt noch mehr in das Einkochen und Einwecken, das Einlegen und Dörren hinein: Die traditionellen Methoden zur Haltbarmachung von Lebensmitteln vermitteln ein bodenständiges, autarkes Gefühl, machen zufrieden und regelrecht stolz aufs vollbrachte Werk.
Die realen traditionellen Vorgehensweisen beim Haltbarmachen allerdings möchte heute niemand mehr gerne in die Küchen lassen. Das müssen Sie auch keineswegs, denn die neuen Gerätegenerationen zum Kochen und Backen sind technisch so raffiniert ausgestattet, dass sehr viele der nötigen Arbeiten erleichtert und vor allem auch „Aufmerksamkeitszeiten“ verkürzt werden. Pflaumen zum Beispiel oder Aprikosen werden einfach auf einer Fettpfanne ausgebreitet, mit Gelierzucker bestreut und nach Geschmack mit Nelken, Zimt, Muskatblüte, im kinderlosen Haushalt vielleicht Amarettolikör gewürzt – dann simmert das Ganze im Backofen so lange vor sich hin, bis sich die Masse in leckeren Mus verwandelt hat. Die „Aufsichtspflicht“ erschöpft sich in kurzem Umrühren ab und zu, das verteilt die Würzaromen homogen.
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Vielfältige Möglichkeiten durch Induktion
Lieben Sie Trockenfrüchte, getrocknete Tomaten oder Pilze? Behutsam übernimmt ein Backofen mit der Funktion „Dörren“ als Beheizungsart die Trocknung. Auch Heißluft und Umluft beherrschen den schonenden Umgang mit Obst und Gemüse, während sie ihren Anteil von 80 bis 90 Prozent Wasser abgeben. Etwa 40 bis 50°C bei guter Luftzirkulation gelten als empfehlenswert. Das Plus bei den ausgeklügelten Beheizungsarten: Zwei oder drei Roste (besser) oder Bleche mit Tomatenfleisch oder Apfelringen – vom Metall getrennt durch Backpapier – können übereinander eingeschoben werden.
Apfelringe sind himmlische Leckerei, wenn sie in flüssige Schokolade getaucht wurden. Ideal zum Schmelzen der Kuvertüre ist ein Induktionskochfeld. Das Wasserbad entfällt, der noch feste Überzug kommt zerkleinert direkt in den Topf, die sanfte Schmelzstufe des Geräts hält die Temperatur gradgenau ein. Das gilt identisch für jede andere Temperatur. Wenn beispielsweise in einem Würzsud vorgegarte Pilze zum Einlegen mit 75°C heißem Olivenöl übergossen werden sollen, ist das für Induktions-Kochflächen kein Problem.
Das Blanchieren bereiten die Sprint-Weltmeister ebenfalls ohne jedes Zaudern vor: So schnell wie keine andere Heiztechnik bringt Induktion das Wasser im Fünf-Liter-Topf auf 100 Grad; keine lange Wartezeit, die Temperatur ist vor dem Blanchieren der nächsten Portion sofort wieder erreicht. Die Farben der Gemüse sowie viele Vitamine bleiben durch das kurze Eintauchen erhalten. Mikroorganismen an der Oberfläche werden abgetötet. Abkühlen lassen, luftdicht verpacken und hinein in den Gefrierschrank. Dieser gehört heute mit zu den wichtigsten Vorratslagern im Haushalt. Da er – oder die Kühl/Gefrierkombination – tagtäglich rund um die Uhr arbeitet, ist es sinnvoll, sich ein Gerät in den besten Energie-Effizienzklassen A+ und besser A++ anzuschaffen.

Nutzen Sie Ihre Mikrowelle oder die Mikrowellen-Funktion Ihres Backofens nur zum Aufwärmen und Auftauen? Machen Sie mehr draus: 300 Gramm Himbeeren mit 150 Gramm Gelierzucker und dem Saft einer halben Zitrone in eine hohe Schüssel füllen, mischen und zugedeckt mit 850 Watt etwa 7 Minuten in der Mikrowelle garen – abkühlen lassen, die frische Himbeer-Konfitüre fürs Sonntagsfrühstück ist fertig. Rezept: Miele






